Lithemyn

Lithemyn befindet sich im Osten von Sakkara und sein Name bedeutet:
Land des trügerischen Sandes.
Das Reich trägt seinen Namen nicht von ungefähr, so besteht doch der Großteil des Reiches aus Sand. Lithemyn ist eine karge Einöde und doch hat es die Menschen nicht davon abgehalten auch diesen Flecken Erde zu besiedeln.
Ein Grund für die Besiedlung mag wohl der im Osten des Reiches gelegene Tempel von Imasutan, welcher Namigal, der Göttin der Zeit gewidmet ist und eines der wenigen erhaltenen Gebäude der Schöpfer selbst ist. Der Tempel ist nur über zwei Wege zu erreichen. Der eine Weg führt von der Hauptstadt Lithemyn –
Rarushi – durch die Sandhügel nach Norden und gilt trotz des trügerischen Sandes als der sicherste beider Wege. Der andere Weg führt von Norden aus nach Süden und führt einen quer durch die Flammensümpfe. Ein gefährlicher Ort, dem schon viele zum Opfer gefallen sind, so reicht doch ein einziger falscher Schritt und ein Leben findet sein Ende.
So wie auch in Fergunyam bildet auch in Lithemyn Fisch die einzige Nahrungsquelle, die sich die Menschen selbst besorgen können. Allerdings hat Lithemyn selbst nicht viel was sie im Gegenzug anbieten können, was dazu geführt hat, dass die Menschen aus Lithemyn zu talentierten und hartnäckigen Händler geworden sind. Sie wissen genau wann ein Preis angemessen ist und wann nicht und am liebsten kaufen sie ihre Waren weit unter Preis ein. Sie wissen genau, wie sie ihren Gegenüber überzeugen können seinen Preis zu mindern und das ohne, dass es ihm seltsam vorgekommen wäre.
Die Sonne brennt heiß auf Lithemyn hinab und die Luft ist meist trocken, sofern man sich nicht gerade an der Küste befindet. Die bevorzugte Kleidung der Menschen besteht aus leichtem Leinenstoff, der gut vor der Sonne schützt, aber dem Körper nicht die Luft zum atmen nimmt. Meist sind es fließende Gewänder die ihre grazilen Körper umspielen. Die Menschen von Lithemyn besitzen eine hellbraunen Teint und sind in fast allen Fällen dunkelhaarig. Menschen mit hellen Haaren sind in Lithemyn eine absolute Seltenheit.
Wichtige Orte
1) Hauptstadt Rarushi
2) Tempel von Imasutan
3) Ousamath
4) Rakith
5) Kap Shayaden
6) Port Damali
Rarushi
Rarushi befindet sich am südlichsten Zipfel der Halbinsel von Lithemyn, beinahe direkt am Fluss gelegen. Doch an Wasser mangelt es in Rarushi auch so nicht, so hat der Fluss doch einen kleinen Ausläufer gebildet, welcher direkt an der Hauptstadt endet.
Rarushi macht auf Besucher wohl den Eindruck einer blühenden Oase inmitten von Sand und der Eindruck täuscht absolut nicht, denn genau das ist Rarushi. Aber auch sonst bildet Rarushi auf Besucher einen ungewohnten Eindruck, denn die Menschen leben hier nicht in Steinhäuser und auch nicht in Holzhütten, sondern ihre Behausung besteht aus Tüchern oder dünn gegerbte Häute, die über Gestelle gespannt wurden. Der eine oder andere mag jetzt denken, dass eine solche Art zu Wohnen alles andere als bequem wäre, doch der irrt sich. Die Jurten und Zelte sind äußert geräumig und sind dem Klima perfekt angepasst. Im Inneren ist es angenehm kühl ohne stickig zu sein.
Rarushi verfügt über einen kleinen Hafen, an welchem die Handelsschiffe aus den anderen Reichen Sakkaras anlegen können.
Tempel von Imasutan
Der Tempel von Imasutan stammt noch aus dem Zeitalter der Schöpfer und weder Krieg, noch der Zahn der Zeit konnte ihm schaden. Er war in der Lage allem Unheil zu trotzen. Der Tempel ist ein imposantes Bauwerk aus massivem Stein. Das Gebäude hat eine Breite von fast 100 Schritten und eine Länge von ebenfalls fast 100 Schritten. An jeder Ecke des Gebäudes ragt ein 10 Schritt hoher Turm in den Himmel. Das Gebäude wurde von den Schöpfern so konzipiert, dass jeder Turm exakt einer Himmelsrichtung entspricht. Warum oder wofür die Schöpfer damals dieses Gebäude gebaut haben, weiß keiner und nicht einmal die ausführlichen Chroniken der Wächterinnen des Wissen können darüber Auskunft geben.
Die Menschen haben das Gebäude zu einem Tempel gemacht, welcher der Schöpferin Namigal gewidmet ist. Namigal wird in Sakkara als Göttin der Zeit verehrt und man glaubt, dass sie dafür verantwortlich ist wie viel Zeit einem Menschen in Sakkara vergönnt ist. In diesem Tempel beten sie zu ihr und bitten darum, ihrem Leben noch viele Jahre zu schenken. Nicht selten bringen sie ihr auch die unterschiedlichsten Opfergaben, aber man kann beruhigt sein. Menschen waren da bisher nicht darunter.
Der Flammensumpf
Der Flammensumpf ist ein gefährliches Gebiet und nicht nur, weil er ein Sumpf ist. Die Bedrohung ist nicht das brackige Wasser, welches man sieht, sondern das, was darunter verborgen ist. Es scheint, als würde direkt unter diesem Sumpf das Feuer der Unterwelt toben. Ein falscher Schritt und die Flammen züngeln wild und unbeherrscht aus dem Boden und verschlingen unbarmherzig den Wanderer.
Man mag es kaum glauben, aber es gibt einen sicheren Weg durch den Flammensumpf, doch nur wenigen in Lithemyn ist dieser bekannt. Diese Führer lassen sich ihre Dienste mehr als nur gut bezahlen, so ist der Weg durch den Sumpf doch der kürzeste und schnellste Weg zum Tempel von Imasutan. Auch wenn ein solcher Führer ein gefühltes Vermögen kostet, so ist es für die meisten Menschen noch eher bezahlbar, als die Schiffsreise.
Trotz der widrigen Umstände leben dennoch Tiere in diesem Sumpf. Echsen und giftige Kröten haben sich diesen Sumpf als Lebensraum erkoren. Das Sekret der dort lebenden Kröten ist für einen Menschen tödlich und doch gibt es Menschen, die dieses Sekret sammeln und daraus Gifte herstellen. Diese Vorgehensweise ist unter Strafe verboten, aber es hindert die Menschen nicht daran, denn für nichts in Sakkara lässt sich mehr Gold verlangen, als für eine Phiole dieses Giftes.
Rakith
Rakith ist ein kleiner Hafen, der allerdings nur von Schiffen angelaufen wird, die sich besser nicht im Hafen von Menephica blicken lassen sollten. Es ist, wenn man ehrlich ist, kein besonders schöner Ort und besonders nette Menschen laufen hier auch nicht herum. Es ist ein Ort, an welchem sich nicht nur Schmuggler einfinden, sondern auch Söldner und Kriminelle. Die Straßen sind schmutzig und die Spelunken nicht viel sauberer. Man mag sich nun fragen, warum ein solcher Hafen überhaupt in der Nähe vom großen Hafen von Menephica existieren kann und warum man dieses Nest nicht schon längst ausgehoben hat? Nun die Antwort auf diese Frage liegt klar auf der Hand – Profit. Nichts läuft in Rakith ohne dass dafür jemand geschmiert werden muss. Man muss nur die richtigen Leute auf Rakith schmieren und schon kann man unbehelligt den Hafen von Menephica betreten und sich von dort aus nach Menephica machen.
Die Obrigkeit im Hafen von Menephica weiß sehr wohl über die Machenschaften auf Rakith Bescheid, doch solange auch sie ihren Nutzen daraus ziehen, und das tun sie sehr wohl, werden sie sich hüten sich selbst dieser Profitquelle zu beschneiden. In Menephica selbst weiß man nichts über die Verbindung zwischen ihrem eigenen Hafen und Rakith. Aber es ist eben nicht jeder Hauptmann oder Kommandant dem aktuellen Herrscher gegenüber so loyal wie dieser denkt.
Port Damali
Port Damali ist der zweite offizielle Hafen in Lithemyn und der Hauptumschlagplatz für die seltenen Gewürze, welche ausschließlich in diesem Teil des Reich wachsen. Es wurde oftmals versucht diese Sorte von Gewürzen auch an anderen Stellen in Lithemyn zu kultivieren, doch bisher ohne Erfolg. Vor dem Bau von Port Damali wurden die Gewürze die weite Strecke bis in die Hauptstadt Rarushi transportiert, doch die lange Reise und die teilweise falsche Lagerung führte zu einem Qualitätsverlust der Gewürze. Da die Bewohner Lithemyns geborene Händler sind, liegt es ihnen natürlich am Herzen ihren Profit zu maximieren und das führte letztendlich zum Bau von Port Damali.
Die zu Anfang kleine Siedlung, die aus ein paar Lagerhäuser und den Hütten der Arbeiter bestanden hatte, blühte durch den direkten Handel auf und bildet nun die zweitgrößte Stadt in Lithemyn.