Die Hüter der Wahrheit
Die Hüter der Wahrheit sind ein Orden von ausschließlich Männer, die allesamt die Gabe der Voraussicht besitzen, wenn auch in unterschiedlich starker Ausprägung. Wann der Orden gegründet wurde oder wie lange er schon existiert, darüber gibt es keine Aufzeichnungen. Fragt man die Menschen so werden sie einem antworten, dass er schon immer dagewesen sei.

Die Sitz des Ordens befindet sich in Yurataman, doch wird man als Außenstehender nur einen winzigen Teil der Räumlichkeiten zu sehen bekommen, die von dem Orden in Wirklichkeit eingenommen werden. Einzig und alleine ein Haupthaus, welches als Möglichkeit der Kontaktaufnahme zur Verfügung steht, sowie mehrere kleine Hütten, alles umgeben von einer hüfthohen Mauer, befindet sich an der Oberfläche und dient als Wohnmöglichkeiten für die Adepten des Ordens, wie den freiwilligen Helfer und Unterstützer. Der größte Teil der Räumlichkeiten jedoch befindet sich unterhalb der Erdoberfläche. Man erzählt sich Geschichten über große unterirdische Hallen, in die ganze Dörfer passen sollen und die allesamt mit einem wahrhaftigen Labyrinth aus Gängen verbunden sein sollen. Doch die Wahrheit über die unterirdische Stadt kennen nur die Mitglieder des Ordens selbst und denen ist es untersagt darüber zu sprechen.

Geführt wird der Orden durch den grauen Rat. Ein Gremium, welches sich aus sieben Personen zusammensetzt. Drei von ihnen besitzen die Gabe nur Ereignisse weit in der Zukunft vorauszusehen. Drei besitzen die Gabe nur Ereignisse vorauszusehen, welche kurz bevorstehen. Das letzte Mitglied des Rats besitzt die äußerst seltene Gabe der allumfassenden Voraussicht. Es ist in der Lage zukünftige Ereignisse in jedweder Distanz vorherzusehen. Menschen mit dieser Gabe werden nur alle drei Generationen in Sakkara geboren. Wenn auch alle eine unterschiedliche Ausprägung ihrer Gabe besitzen, so haben doch alle Sieben eines gemeinsam – Sie sind blind. Es ist keine natürliche Blindheit, sondern eine, für die sich die Ratsmitglieder freiwillig entschieden haben, als sie das Amt übernommen haben. Wobei freiwillig nicht ganz stimmt, so ist doch des Amt eines Ratsmitglieds an die Erblindung gebunden.

Der Hintergrund für die Erblindung ist der, dass man im Orden überzeugt ist, dass äußerliche Einflüsse die hohen Mitglieder des Rats in ihrer Gabe beeinflussen könnte. Dass das, was sie mit ihren eigenen Augen wahrnehmen, sie bei der Deutung ihrer Vision beeinträchtigen könnte.

Die Weissagungen und Prophezeiungen der Hüter der Wahrheit nehmen innerhalb der gesellschaftlichen Kultur von Sakkara einen hohen Stellenwert ein und niemand würde es in der Öffentlichkeit jemals wagen diese Wahrheit in Frage zu stellen.